LEXIKON


 

           

       

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

im Überblick

 

 

►   Gallensteine

►   Gastritis

►   Gastroskop

►   Genitalmykose

►   Gicht

►   Grippe

►   Gürtelrose

 

►   Hb-Wert

►   Hepatitis

►   Helicobacter pylori

►   Hypertonie

►   Hyposensibilisierung

 

►   Impfung

►   Infusion

►   Insulin

 

►   Karpaltunnelsyndrom

►   Keuchhusten

►   Koloskopie

►   Koronare Herzkrankheit

►   Krebsvorsorge

 

►   Lactase

►   Lokalanästhetikum

 

►   Masern

►   Metabolisches Syndrom

 

 

 

►   Abdomen

►   Adipositas

►   Allergen

►   Allergie

►   Alopezie

►   Alzheimer

►   Anamnese

►   Anämie

►   Angina pectoris

►   Aorta

►   Apoplexie

►   Arteriosklerose

►   Asthma bronchiale

►   Audiometrie

 

►   Bandscheibenvorfall

►   Besenreiser

 

 

►   Diabetes mellitus

►   Diastole

►   Diphtherie

►   Divertikel

 

►   Elektrokardiogramm

►   Embolie

►   Endoskopie

 

►   Fettleber

 

►   Mumps

►   Myokardinfarkt

 

►   Neurotransmitter

 

►   Otitis media

 

►   Pankreatitis

►   Phlebitis

►   Pneumonie

►   Prophylaxe

►   Pseudoallergie

 

►   Regulationstherapie

►   Röteln

 

►   Sinusitis

►   Störfeld

►   Systole

 

►   Tetanus

►   Tonsillitis

 

►   Ultraschall

                       

►   Varizen (Krampfadern)

►   Vegetatives Nervensystem

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Abdomen

 

Lateinischer Ausdruck für Bauch. Im weiteren Sinne wird damit der Rumpfbereich vom Becken bis zum Brustkorb bezeichnet (Bauchhöhle, Eingeweide und umschließende Bauchwand).

 

Adipositas

Fettleibigkeit mit einem BMI  ≥ 30; die generalisierte Vermehrung des Fettgewebes infolge positiver Energiebilanz; meist unterschieden als reine Folge übermäßiger Nahrungsaufnahme, als psychosomatisches Symptom, sowie bei Stoffwechselerkrankungen (Cushing-Syndrom) u. seltenen angeborenen Syndromen.

Allergen

Ein Allergen ist eine Substanz, die über Vermittlung des Immunsystems Überempfindlichkeitsrektionen auslöst. Ein Allergen ist ein Antigen , die von ihnen verursachte Überempfindlichkeitsreaktion heißt allergische Reaktion.

Die meisten Allergene sind Eiweiße oder Eiweißverbindungen. Allergene werden vom Immunsystem als fremd erkannt. Man unterscheidet tierische, pflanzliche und chemische Allergene.

Pseudoallergene sind demgegenüber Stoffe, bei denen das Immunsystem nicht beteiligt ist, wohl aber Mediatoren, wie z. B. die Histamin.

Allergie

 

Erworbene, immunologisch bedingte Überempfindlichkeit gegenüber bestimmten Substanzen (Allergene). Als Allergie wird eine überschießende und unerwünschte heftige Abwehrreaktion des Immunsystems auf bestimmte und normalerweise harmlose Umweltstoffe (Allergene) bezeichnet, auf die der Körper mit der Bildung von Antikörpern reagiert (Antigen(Allergen)-Antikörper-Reaktion).

Kann sich in nahezu allen Organen manifestieren, am häufigsten betroffen sind jedoch Haut u. Schleimhäute. Verschiedene klinische Zustandsbilder sind z.B. anaphylaktischer Schock, allergische Rhinokonjunktivitis, Urtikaria, Serumkrankheit, allergische Vaskulitis u. Alveolitis, Kontaktekzem, allergisches Asthma, Arzneimittelallergien. Einteilung nach Coombs u. Gell in vier Typen: IgE-vermittelte Soforttypreaktion (Typ I); zytotoxische Reaktion (Typ II); Immunkomplexreaktion (Typ III); zelluläre Überempfindlichkeit (Typ IV).

 

Alopezie

 

Haarausfall. Von Alopezie (oder Haarausfall) spricht man, wenn ca. 60 Prozent der Haare ausfallen. Meist ist ein bestimmtes Gebiet des Haupthaares betroffen. Formen der Alopezie sind der genetisch bedingte Haarausfall, Haarausfall der sich über einen längeren Zeitraum erstreckt und akut auftretender Haarausfall.

 

Alzheimer

 

Krankheitsbild mit Gedächtnis- und Orientierungsstörungen bis zum Zusammenbruch der gesamten geistigen Leistungsfähigkeit. Benannt nach dem Neurologen Alois Alzheimer (1884-1915).

 

Anamnese

die Vorgeschichte (Krankheiten, aber auch familiäres, berufliches, soziales Umfeld) des Kranken; die Eigenanamnese betrifft die Angaben des Patienten selbst, die Fremdanamnese Angaben anderer Personen (z.B. Familienangehörige) über den Patienten.

 

Anämie

 

Blutarmut (griechisch). Meist ist es Eisenmangel, der durch Blutungen (starke Regelblutung oder in der Schwangerschaft) entstehen kann. Mangel an roten Blutkörperchen (Erythrozyten).

 

Angina pectoris

Syn.: Stenokardie

Symptomenkomplex mit u.a. ischämisch (d.h. durch Durchblutungsstörung ) bedingtem, meist anfallsweisem, in der Herzgegend auftretendem Schmerz, der dumpf, drückend, krampfartig oder bohrend u. verbunden ist mit einem charakteristischen Beengungs- u. Vernichtungsgefühl, oft auch mit typischen Ausstrahlungen in das Kiefergelenk, den Rücken, den Arm . Auslöser der Symptomatik ist oft die körperliche Belastung , evtl. auch Kälte , hingegen auch in Ruhe möglich bei fortgeschrittener KHK.

Aorta

Die Aorta oder die Hauptschlagader ist ein großes Blutgefäß, das direkt aus der linken Seite des Herzens entspringt. Sie leitet das Blut aus der linken Herzkammer in die Gefäße des großen Blutkreislaufes.

Die Aorta ist die größte Schlagader (Arterie) des Körpers und hat beim Menschen einen Durchmesser von ca. 2,5-3,5 cm. Sie hat die Form eines aufrechten Spazierstocks mit einem bogenförmigen Anfang und einem geraden Verlauf nach unten bis in den Beckenbereich.

Apoplexie

 

Schlaganfall oder Gehirnschlag

 

Arteriosklerose

 

Gefäßverkalkung/Gefäßverengung im arteriellen Blutgefäßsystem.

 

Asthma bronchiale

Syn.: Bronchialasthma

Anfallsweise Atemnot durch Atemwegs-obstruktion (Verengung) auf dem Boden eines hyperreaktiven Bronchialsystems, ausgelöst durch exogene oder endogene Reize. Reversible obstruktive Ventilationsstörung mit Enge der Atemwege infolge von Bronchospasmus, Schleimhautödem u. Hypersekretion eines zähen Schleims. Manifestation einer Allergie auf exogene Allergene (= Extrinsic-Asthma), aber auch als nicht allergisches Intrinsic-Asthma unter Mitwirkung von chemisch oder physikalisch irritativen Provokationsfaktoren, Infektionen, Anstrengung u. emotionalen Faktoren; (häufig) Mischformen von beiden.

 

Audiometrie

Hörprüfung, bei der der Proband die jeweils eben noch wahrgenommene Tonintensität anzuzeigen hat (Reintonaudiometrie), wobei die subjektiven Messwerte als Audiogramm erfasst werden. Dient zur Diagnostik von Hörstörungen, zur Beurteilung möglicher hörverbessernder Operationen, zur Hörgeräteanpassung etc.

 

Bandscheibenvorfall

 

Ein Bandscheibenvorfall - oder Prolaps - liegt vor, wenn es zu einer Verlagerung des als Puffer zwischen den Wirbeln gelegenen Bandscheibengewebes kommt. Der sog. Gallert-Kern dringt dabei durch Schwachstellen der Hülle der Bandscheibe in Richtung Rückenmark bzw.Nervenwurzeln.
Ein Bandscheibenvorfall ist meist begleitet von heftigen Schmerzen.

Ist die Verlagerung gering ausgeprägt und kommt es nur zu einer Delle, wird dies Bandscheibenprotrusion (Vorwölbung) genannt.

Besenreiser

Besenreiser sind kleine, direkt unter der Hautoberfläche liegende, sichtbare Venen. Sie sind zunächst keine echte Erkrankung, sondern mehr ein kosmetisches Problem. Sie können aber Hinweis für Krampfadern oder eine venöse Abflussstörung sein. Man kann Besenreiser durch Einspritzung von Verödungsmittel behandeln.

Diabetes mellitus

 

Beim Diabetes mellitus (auch als "Zuckerkrankheit" bekannt) ,handelt es sich um eine chronische Stoffwechselerkrankung, die durch einen erhöhten Blutzuckerspiegel gekennzeichnet ist. Es werden zwei Typen unterschieden: Typ-1- und Typ-2-Diabetes. Es existieren darüber hinaus einige Sonderformen und den Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes).

 

Diastole


Die auf die Systole folgende Erschlaffung des
Herzens mit erneuter Füllung der
Herzkammern zur Vorbereitung des nächsten Pulsschlags.
 

Diphtheria, Diphtherie

akute, epidemisch oder endemisch vorkommende, ansteckende (Tröpfchen-, Schmierinfektion) Infektionskrankheit durch das Bakterium Corynebacterium diphtheriae. Prophylaxe durch Schutzimpfung. Inkubationszeit 2–5 Tage.

 

Divertikel

 

Ausbuchtungen der Wand eines Hohlorgans, häufig im Dickdarm als sog. Sigmadivertikulitis.

 

Elektrokardiogramm

Vom Elektrokardiographen aufgezeichnetes Kurvenbild (zeitlicher Verlauf) der bioelektrischen Potentiale bzw. Potentialdifferenzen, die bei der Erregungsausbreitung u. -rückbildung im Herzen entstehen. Die Ableitung erfolgt mit Hilfe von Elektroden von der Körperoberfläche .

 

Embolie

 

Plötzlicher Verschluss eines Blutgefäßes durch über die Blutbahn verschleppte Elemente (Blutgerinnsel oder Thrombus, Tumorteile, Fruchtwasser, Luft).

 

Endoskopie

 

Optische Untersuchung von Körperinnenräumen, z.B. der Blase oder des Magen-Darm-Kanals durch rohrähnliche Instrumente. Heute wird die Endoskopie auch für kleinere Operationen, z.B. die Entfernung von Polypen im Darm, eingesetzt.

 

Fettleber

 

Verfettung der Leber. Es kommt zur Einlagerung von so genannten Neutralfetten in die Leberzellen. Tritt auf, wenn die Produktion oder die Zufuhr von Fetten deren Abbau überschreitet.

 

Gallensteine

 

Bei der Cholelithiasis (Gallensteinleiden) handelt es sich um die Ausbildung von festen Konkrementen in der Gallenblase (Cholezystolithiasis) oder in den Gallengängen (Choledocholithiasis).

 

Gastritis

 

Akute oder chronische Entzündung der Magenschleimhaut

 

Gastroskop

Biegsames Endoskop zur Betrachtung des Mageninneren im Rahmen der Gastroskopie (Magenspiegelung) bzw. Gastroduodenoskopie (Magen- u. Zwölffingerdarmspiegelung); mit Möglichkeit zu Gewebsentnahme (Magenbiopsie) u. zur Durchführung verschiedener Eingriffe, z.B. Laser-/Elektrokoagulation, Unterspritzung blutender Gefäße, Polypektomien.

 

Genitalmykose

 

Erkrankung der äußeren Geschlechtsteile und häufig auch der Scheidenregion durch Pilze, meist einhergehend mit Brennen, Rötung, Juckreiz und krümelig-weißem Scheidenausfluß.

 

Gicht

 

Stoffwechselerkrankung mit erhöhten Harnsäurewerten im Blut. Überwiegend Männer sind betroffen.
Symptome: Schmerzen, Rötung, Schwellung und Überwärmung eines Gelenkes.
Entstehung aufgrund eines Anstiegs des Harnsäurespiegels im Blut , wobei harnsaure Salze im Organismus abgelagert werden. Bevorzugt sind dabei die Gelenke aber auch verschiedene innere Organe betroffen, z.B. die Nieren .

 

Grippe

Syn.: Virusgrippe; Influenza

meist epidemisch auftretende Infektionskrankheit durch Orthomyxoviren ( Influenza A,B,C ), in den gemäßigten Zonen, bevorzugt in den Wintermonaten.  Inkubationszeit von wenigen Std. bis Tagen; Vorbeugung durch Grippeschutzimpfung; Therapie kann mit oralen Neuraminidase-Hemmern erfolgen.

 

Gürtelrose

 

Virusinfektion.
Symptome: Schmerzen, Empfindungsstörungen, Hautveränderungen im Versorgungsgebiet eines bestimmten Nerven. Hautveränderung im Allgemeinen gürtelförmig im Bereich von Brustkorb oder Bauchraum.
Die Gürtelrose ist eine ansteckende Erkrankung. Sie tritt sporadisch bei Patienten auf, die in ihrer Kindheit an Windpocken erkrankt waren. Beide Erkrankungen, die Gürtelrose und die Windpocken, werden durch dasselbe Virus hervorgerufen. Die Gürtelrose ist die Folge einer Reaktivierung im Körper verbliebener Viren nach einer Windpockenerkrankung. Patienten mit einer Abwehrschwäche können ggf. mehrfach an einer Gürtelrose erkranken. Menschen die nicht an Windpocken erkrankt waren, können sich bei Patienten mit Gürtelrose mit dem Virus infizieren und die Windpocken, aber keine Gürtelrose, bekommen.

 

Hb-Wert

 

Hämoglobin-Gehalt des Blutes, d.h. Anteil des roten Blutfarbstoffs, der wichtige Funktionen im Blut erfüllt, z.B. den Sauerstofftransport.

 

Helicobacter pylori

 

Helicobacter pylori (Campylobacter pylori) ist ein Bakterium, das Mechanismen entwickelt hat, trotz des extrem sauren pH-Wertes des Magens zu überleben. Es führt u.a. zu Entzündungen der Magenschleimhaut und zur Ulkusentstehung in Magen und Dünndarm.

 

Hepatitis

 

Entzündliche Erkrankung der Leber. Auslöser können Schadstoffe, Viren, Bakterien, parasitäre Infektionen, Krankheiten wie Sarkoidose oder Autoimmunerkrankungen, Medikamente, oder Alkohol sein.
Man unterscheidet bei der Virushepatitis : Hepatitis A, Hepatitis B, Hepatitis C, Hepatitis D, Hepatitis E und Hepatitis G


Hypertonie

 

Zu hoher Blutdruck, der unbehandelt auf Dauer zu Schäden an Nieren, Herz und Gehirn führt.

 

Hyposensibilisierung

Syn.: Desensibilisierung; spezifische Immuntherapie

wiederholte Applikation von zunehmenden Mengen eines Allergens bis zur Erreichung einer sog. Erhaltungsdosis bzw. Symptomfreiheit; wird angewandt bei Insektengiftallergie, allerg. Rhinokonjunktivitis u. allerg. Asthma bronchiale, insbesondere mit Allergenextrakten von Pollen, Hausstaubmilben u. Tierepithelien .

 

Impfung

Syn.: Vakzination

 

Infusion

intravenöse oder -arterielle, seltener rektale, subkutane oder intraossale (z.B. Sternum) Zufuhr größerer Flüssigkeitsmengen, meist tropfenweise .

 

Insulin

 

Hormon, welches in den Langerhans´schen Inseln der Bauchspeicheldrüse produziert wird und für die Regulation des Blutzuckerstoffwechsels bedeutend ist.

 

Karpaltunnelsyndrom

 

Als Karpaltunnelsyndrom versteht man einen "Nervenengpass" an der Hand. In Höhe des Handgelenkes spannt sich zwischen Daumen- und Kleinfingerballen ein Band aus. Dieses Band ist das Dach eines Kanals (Karpaltunnels), der u.a. einen wichtigen Handnerv - den Nervus medianus - enthält. Beim Karpaltunnelsyndrom ist dieser Kanal zu eng und es wird auf den Nerven Druck ausgeübt. Dies führt u.a. zu kribbelnden Fingern , nächtlichen Schmerzen und Taubheit. 

 

Keuchhusten

Syn.: Pertussis; Tussis convulsiva

endemische (zeitweise epidemische) Infektionskrankheit, hervorgerufen durch Bordetella pertussis (Tröpfcheninfektion; Inkubationszeit: 7–14 Tg.; Ansteckungsfähigkeit: 4–6 Wo.). Beginnt mit katarrhalischem Stadium (1–2 Wo.), auf das ein 3–6 Wo. dauerndes »Stadium convulsivum« folgt (gekennzeichnet durch typische Hustenanfälle). Dem sich anschließenden 3. Stadium (»St. des Abklingens« = Stadium decrementi; bis zu 6 Wo. Dauer; mit Bronchitiszeichen) folgt die Rekonvaleszenz. Komplikationen z.B.: eitrige Bronchitis, Bronchopneumonie, Otitis, Enzephalopathie.

 

Koloskopie

Spiegelung des Dickdarms (Kolon) mittels flexiblen Endoskops .

 

Koronare Herzkrankheit, -erkrankung

Syn.: KHK

Missverhältnis zwischen Sauerstoffbedarf und tatsächlichem Sauerstoffangebot im Herzmuskel, meist auf dem Boden einer Arteriosklerose.

Folgekomplikationen sind u.a. Angina pectoris, Herzinfarkt, Wandkontraktionsstörungen,  und Herz-rhythmusstörungen bis hin zum plötzlichen Herztod.

 

Krebsvorsorge

 

Dient der Früherkennung von Krebserkrankungen der Frau im Bereich der Genitalorgane, der Brust, des Darms und der Haut. Das ärztliche Gespräch zielt darauf ab, mögliche Risikofaktoren zu erfassen. Durch betrachtende und tastende Untersuchung der Organe können Hinweise auf Tumorerkrankungen gewonnen werden. Tumorerkrankungen im Bereich des Darms führen häufig zu leichten Blutungen, welche mit dem Auge nicht erkannt werden. Daher verwendet man hierzu Testkärtchen zur Erfassung von Blut im Stuhl. Die Zellabstriche, welche vom Gebärmutterhals entnommen werden und nach vorheriger Einfärbung unter dem Mikroskop ausgewertet werden, ermöglichen bereits die Erfassung von Vorstufen einer möglichen Krebserkrankung im Bereich des Gebärmutterhalses. Bei Männern beinhaltet die Krebsvorsorge u.a. die Untersuchung der Prostata, der Haut und des Stuhles auf verstecktes Blut.  Falls erforderlich wird die Krebsvorsorgeuntersuchung durch weitere Untersuchungen ergänzt.

Lactase

Die Laktase, besser die β-Galactosidase, ist ein Enzym, das Milchzucker (Laktose) in Galactose und Glukose spaltet. Im Menschen wird es im Verdauungstrakt ( Dünndarm ) produziert.

Beim Fehlen oder verminderter Aktivität des Enzymes kommt es zur sogenannten Laktoseintoleranz. In Nordeuropa sind etwa 10% der Bevölkerung laktoseintolerant.

Lokalanästhetikum

Als Lokalanästhetika werden Arzneistoffe zur örtlichen Betäubung bezeichnet. Es wirkt  auf die Nervenzelle, indem es die Zellmembran stabilisiert und damit die Depolarisation erschwert oder ganz verhindert und somit unter anderem die Weiterleitung eines Schmerzreizes unterdrückt.

Ein Lokalanästhetikum wird zur Schmerzausschaltung bei Operationen und zur Schmerztherapie eingesetzt.

Masern

Syn.: Morbilli

durch das Masernvirus hervorgerufene exanthematische Infektionskrankheit von hoher Kontagiosität; mit Häufigkeitsgipfel im 5.–7. Lj. (junge Säuglinge sind durch mütterliche Leihimmunität geschützt); hinterlässt lebenslange stabile Immunität. Übertragung erfolgt v.a. durch Tröpfchen (auch auf Distanz, von Raum zu Raum, als sog. »fliegende« Infektion), wobei Augenbindehaut u. Atemwege die Eintrittspforte sind. Inkubationszeit von 9–11 Tagen. Symptome :Fieber, Atemwegskatarrh, Konjunktivitis, Kopfschmerzen, psychische Veränderungen, typischer Hautausschlag »Maserngesicht«, Reizhusten, Milzschwellung und allgemeine Lymphknoten-schwellung, evtl. auch Durchfall .Drohende Komplikationen: Bronchiolitis, Krupp, Pneumonie (meist bakterielle Superinfektion), Appendizitis, Enzephalitis, Otitis media (Mittelohreiterung in der 2. Wo.), Polyradikulitis, Pemphigoid. – Prophylaxe erfolgt als Erstimpfung im 11.–14., jedoch nicht vor dem 9. Monat mit MMR-Impfstoff zusammen mit Mumps u. Röteln; bis zum 2. Lj. muss die 2. Impfung erfolgt sein; passive Immunisierung mit γ-Globulin ist bis 5. Tag in 80% krankheitsverhütend.

 

Metabolisches Syndrom

 

Erkrankungsbild mit Adipositas, Hyperlipoproteinämie (Blutfetterhöhung), Hyperurikämie ( Harnsäure-erhöhung), Hypertonie ( Bluthochdruck), gestörte Glukosetoleranz ( diabetische Stoffwechsellage)

 

Mumps

Syn.: Parotitis epidemica

akute Infektionskrankheit durch das gleichnamige RNS-Virus der Paramyxo-Gruppe. Eine nichteitrige Entzündung der Speicheldrüse(n) und evtl. der Bauchspeicheldrüse, der Hoden bzw. Eierstöcke, des ZNS .). Nach der Inkubationszeit (18–21 [12–35] Tage) treten als uncharakteristische Prodromi Kopf-, Hals-, Ohren-, Nackenschmerzen u. subfebrile Temperaturen auf, danach eine einseitige, nach 1–3 Tg. beidseitige, 3- bis 7-tägige Schwellung der Ohrspeicheldrüse (»Parotis«), in ca. 75% der Fälle auch der anderen Speicheldrüsen (Submandibularis, Sublingualis); eine umgebende, teigige, schmerzhafte Schwellung führt zu Abstehen des Ohres, Behinderung seitlicher Kopfbewegungen u. des Kauens, zu Ohrenschmerzen. Nach Heilung besteht lebenslange Immunität. Prophylaxe ist möglich durch Schutzimpfung mit abgeschwächter Lebendvakzine ab 2. Lj.; lang anhaltender Schutz.

 

Myokardinfarkt

Syn.: Herz(muskel)infarkt

Durch Koronarinsuffizienz (v.a. infolge der KHK), d.h. durch rasche, kritische Ausmaße erreichende Einengung eines Astes der Herzkranzgefäße (Koronararterien) bedingte Mangelversorgung des Herzmuskels mit mehr oder weniger ausgedehntem Gewebsuntergang. Oft mit uncharakteristischen vorangehenden Beschwerden (z.B. Schwächegefühl, Herzschmerzen) einsetzend, auf die meist akut eine schwere Angina pectoris folgt, sowie Atemnot, Todesangst, Übelkeit, Schweißausbruch, häufig auch Herzrhythmusstörungen, Zeichen der Herzinsuffizienz, kardiogener Schock, Anstieg der Serumenzyme (SGOT, LDH, Alpha-HBDH, CK u. Isoenzym CK-MB), und charakteristische EKG-Veränderungen.

 

Neurotransmitter

 

Botenstoffe/ Überträgersubstanzen im Nervensystem, die zur Übertragung von Nervenimpulsen und zur Signalübertragung erforderlich ist.

Otitis media

Die im allgemeinen deutschen Sprachgebrauch als Mittelohrentzündung bezeichnete Otitis media ist eine stark schmerzhafte  Entzündung der  Schleimhäute des Mittelohres.

Pankreatitis

 

Bauchspeicheldrüsenentzündung. Symptome: Oberbauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Darmlähmung. Ursachen für eine Entzündung sind u.a. Alkoholkrankheit und Gallensteine.

Phlebitis (Venenentzündung)

Unter einer Phlebitis versteht man eine Venenentzündung . Das Gefäß und die Umgebung schmerzen , sind gerötet, geschwollen und überwärmt. Bei oberflächlichen Venen ist die Diagnose leicht zu stellen. Bei tiefen Venenentzündungen ist die Diagnose auch mit dem Ultraschall kaum zu erfassen.

Pneumonie

Lungenentzündung

 

Prophylaxe

 

Verhütung von Krankheiten durch vorbeugende Maßnahmen.

 

Pseudoallergie

 

Ähnliche Erkrankungserscheinungen wie bei einer echten Allergie, jedoch ohne eine Beteiligung des Immunsystems; entsteht unter dem Einfluss von Histamin und anderen Mediatoren, die auch bei Immunreaktionen auftreten z. B. Histaminose nach Rotwein oder Käsegenuss.

Regulationstherapie

Reiztherapie, mit der man die natürlichen Regulationen wieder aktivieren will, die im Verlauf von speziell chronischen Erkrankungen verloren gegangen sind.

Röteln

Syn.: Rubeola

durch das Rötelnvirus verursachte akute exanthematische Infektionskrankheit, die eine lebenslange stabile Immunität hinterlässt. Nach einer Inkubationszeit von 16–18 Tg. sowie einem uncharakteristischen Prodromalstadium tritt – oft nach flammender Gesichtsrötung – ein im Gesicht beginnender, dann allgemeiner, 2–3 Tg. dauernder Ausschlag auf (»Exanthemstadium«) in Form von rosaroten Flecken auf unveränderter Haut; begleitet von schmerzhafter symmetrischer Schwellung der Lymphknoten des Nackens u. hinter den Ohren; die Temperatur ist normal oder subfebril; etwa ein Drittel der Erkrankungen verläuft aber klinisch stumm. Prophylaxe (v.a. der Rötelnembryopathie) möglich durch Schutzimpfung .

Sinusitis

Mit Sinusitis wird die akute oder chronische Nasennebenhöhlenentzündung des Menschen bezeichnet.

Störfeld

Begriff der Komplementärmedizin für Strukturveränderungen , z.B. Narben oder chronische Entzündungen. Störfelder können Fehlfunktionen eines Organes, Schmerzen u. Blockierungen der  Autoregulationsmechanismen bewirken; Störfelder werden mit sog. funktionellen Untersuchungsmethoden ,z.B. der Neuraltherapie ,diagnostiziert. Die Störfelder haben Fernwirkungen und sind nicht an fest definierten Krankheitsbildern zu erkennen; so kann z.B. eine Narbe am Fuß bei einem Patienten Kopfschmerz unterhalten, bei einem anderen Knieschmerz.

Systole

Die Systole (griech.: - die Kontraktion) ist die Anspannungs- und Auswurfphase des Herzens, im Gegensatz zur Diastole, der Entspannungs- und Füllungsphase.

Tetanus

der durchdas Bakterium Clostridium tetani (das in Wunden große Mengen Toxin freisetzt) hervorgerufene »Starrkrampf«: nach Inkubationszeit von 4–21 Tagen u. Prodromalerscheinungen (Müdigkeit, Inappetenz) schmerzhafte  Krämpfe der Muskulatur meist beginnend in der Kaumuskulatur, auf Nacken u. Stamm, weniger auch Extremitäten übergreifend; ferner Allgemeinsymptome. Verlauf meist akut (evtl. foudroyant). Letalität (früher 90%), durch Schutz- u. Simultanimpfung wesentlich verringert.

Tonsillitis

Als Tonsillitis bezeichnet man eine Entzündung der Tonsillen. In der Praxis ist der Begriff für die Entzündung der  Gaumenmandeln (Tonsillae palatinae) reserviert.

Ultraschall-Diagnostik

Syn.: Sonographie

Varizen (Krampfadern)

Krampfadern sind erweiterte geschlängelte Venen. Oberflächliche Krampfadern sind gut sichtbar oder tastbar und schlängeln sich im Unterhautfettgewebe (zumeist) am Bein entlang. Varizen des tiefen Venensystems sieht man nur im Ultraschall oder in der Phlebographie.

Vegetatives Nervensystem

Syn.: Autonomes Nervensystem

Die "Autonomie" bezieht sich darauf, dass dieses Teilsystem weitestgehend der willkürlichen Kontrolle durch das Bewusstsein entzogen ist. Es kontrolliert die lebenswichtigen Funktionen ("Vitalfunktionen"), wie Herzschlag, Atmung , Blutdruck, Verdauung und Stoffwechsel. Auch andere Organe oder Organsysteme wie die Sexualorgane und das Blutgefäßsystem  werden vom vegetativen Nervensystem beeinflusst. Man untergliedert das vegetative Nervensystem in das

·                    Sympathische Nervensystem

·                    Parasysmpathische Nervensystem

Das sympathische und das parasympathische System besitzen antagonistische Wirkungen auf ihre Erfolgsorgane. Während der Sympathikus eher leistungsfördernde Wirkungen vermittelt, löst der Parasympathikus überwiegend erholungsfördernde Effekte aus. Diese Beschreibung ist aber nur zur groben Orientierung geeignet.